Auf- und Untergangszeiten
... Mondphasen, Sonnen und Mond Auf- und Untergangszeiten ...


In einem Koordinatennetz werden die Position der Sonne und des Mondes zu einer gegebenen Zeit dargestellt, außerdem wird der scheinbare Pfad beider Himmelskörper für die nächsten 24Std eingezeichnet. Die Koordinatenachsen sind in Grad unterteilt, die Y-Achse entspricht der Höhe, die X-Achse dem Azimut. Beide Winkel werden für den Ort des Betrachters berechnet wobei die 0° Linie den Horizont des Betrachters repräsentiert. Die vertikale 0° Linie entspricht der Südrichtung (gem. den astronomischen Gepflogenheiten). Bedingt durch die atmosphärische Refraktion ist ein Himmelsobjekt, welches sich rein rechnerisch knapp unter dem Horizont befindet für den Betrachter dennoch sichtbar. Die mittlere Refraktion beträgt rund 0°34' (~0.56°). Um den Zeitpunkt des sichtbaren Sonnenaufgangs zu bestimmen muss außerdem der Radius der Sonne 0°16' (~0.27°) berücksichtigt werden, da sich der Auf- bzw. Untergang auf den oberen Rand der Scheibe beziehen. Daraus folgt: Sonnenaufgang bzw. Untergang ist der Zeitpunkt, an dem der Höhenwinkel der Sonne -0.833° beträgt.
Für den Zeitpunkt des Mondaufgangs bzw. Untergangs wird im allgemeinen der Mittelpunkt der Mondscheibe berechnet.

Außer Azimut und Höhe werden noch die aktuelle Rektaszension und Deklination, Julianischer Tag, Sternzeit und die wahre Schiefe der Ekliptik für jedes Datum zwischen 4712 v.Chr. (Julianischer Tag 0) und dem nächsten Jahrtausend angezeigt. Die Werte bei großen Abweichungen vom 20.Jhd sind jedoch mit Vorsicht zu genießen (insbesondere f. Schiefe d. Ekliptik).

Hier ein paar interessante Fakten zum Mond:

Der Mond dreht sich für einen Betrachter auf der Erde scheinbar um die Erde. In Wirklichkeit drehen sich jedoch beide um einen gemeinsamen Schwerpunkt (das Baryzentrum). Dieser Punkt liegt aufgrund der wesentlich höheren Masse der Erde unterhalb der Erdoberfläche. Eine volle Drehung um diesen Punkt dauert 27,3Tage - diese Zeitdauer nennt man auch einen siderischen Monat .
Zu allem Überfluss dreht sich die Erde auch noch selbst und zwar in die gleiche Richtung wie die Umlaufbahn des Mondes. Dadurch erscheint der Mond nach 24h50min wieder an der gleichen Stelle (der Mond wandert pro Tag ca. 50Zeitminuten - also rund 13° über die Erdoberfläche) Außerdem dreht sich die Erde natürlich auch um die Sonne (rund 1° pro Tag). Nimmt man sämtliche Bewegungen zusammen, dann wiederholt sich eine bestimmte Erde-Mond-Sonne Konstellation (also z.B. Vollmond, Neumond) alle 29,5 Tage (ein synodischer Monat ).

© 1997-1999, Ralf Köster.
Stand: 21. Juni 1999.